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Samstag, Juni 25, 2005

Wie man anhand von Wettervorhersagen zwischen Optimisten und Pessimisten unterscheiden kann

Man kann sich sein Wetter bekanntlicherweise aussuchen. Zumindest was die Vorhersage angeht. Bei der Quelle der Wettervorhersage hat man ja die Wahl, beim tatsächlichen Wetter weniger, aber das ist wohl allgemein bekannt.
Es gibt natürlich Leute, die sich ihr Wetter aussuchen können - aber ich persönlich habe nicht das Geld für die Flugtickets. Daher suche ich mir zumindest meine Wettervorhersage aus. Das ist das Einzige, was ich mir leisten kann und es bringt manchmal sogar genauso viel Spass.

Die Wahl der Wettervorhersage sagt zudem viel über den Charakter aus. Denn Wettervorhersagen sind sehr unterschiedlich, je nach dem, welche Quelle man befragt. Wäre das nicht so, dann gäbe es nur noch halb so viele Smalltalk Gespräche auf der Welt. Naja, zumindest nicht mehr ganz so viele.

Heute sprach ich zum Beispiel mit einer Kollegin, die irgendwo gelesen hatte, dass es am Wochenende schlechtes Wetter geben wird, sogar ein Gewitter.
Die Kollegin hat sich ihre Vorhersage einfach bei der falschen Quelle geholt. Als ich zur Arbeit fuhr, sagte mein Radio, dass es zwar ein wenig schauern wird, aber ansonsten generell gut bleibt.
Schlussfolgerung: ich werde die schriftliche Quelle meiner Kollegin in Zukunft meiden und nur noch meinem Radio vertrauen. Denn ich bin (krampfhafter?) Optimist.

Schön auch zu verfolgen, wie sich wetter.de und wetter.com regelmässig widersprechen, obwohl sie sich doch nur in den letzten 2-3 Buchstaben unterscheiden. Ich habe beschlossen, in Zukunft nur noch auf .com zu vertrauen. Das Wetter ist dort einfach besser, zumindest was die Vorhersage angeht. Ist ein wenig wie mit Horoskopen, oder?

Schade, dass beide, sowohl .de, wie auch .com für dieses Wetter Gewitter vorhersagen, ganz entgegen meinem Radio. Vielleicht sollte ich generell mehr auf das gesprochene Wort geben?