Was Geht - Home

Donnerstag, Mai 05, 2005

Shell definiert das Einwegpfand neu und hat einen Kunden weniger

Das leidige Hobby von Tritt-ihn, das Dosenpfand, hat eine Kundenbeziehung zerstört.

Da ich von Grund auf Faul bin, sammle ich über größere Zeiträume hinweg alles Einwegpfand, um dann nur sehr selten, dafür aber mit 2-3 Tüten voller Dosen, mein Geld zurück zu fordern.

So auch heute. Nur habe ich den Fehler gemacht, zu einer Shell Tankstelle zu fahren.
Der Mitarbeiter hinter der Kasse erklärte mir allen Ernstes, dass Shell seit neuestem nur noch 5-10 Dosen pro Kunden annimmt.
Habe ich hier eine wesentliche Änderung des Einwegpfandgesetzes verschlafen? (Falls dem so sein sollte, dann sagt mir bitte schleunigst bescheid, damit ich nicht total dumm dastehe.)
Ansonsten mecker ich nämlich erst mal fleissig weiter:
Darf jetzt jeder definieren, wieviel oder sogar ob er Einwegpfand annimmt?
Wenn Shell sagen darf, dass sie nur 5-10 Dosen annehmen, darf ich dann im Umkehrschluss sagen, dass ich nur für 5-10 Dosen Pfand zahle (und für den Rest nicht)?
Was für ein Nonsens ist das eigentlich? Shell verkauft Dosen (sicherlich auch öfter mal mehr als 5-10 pro Kunden), will sie aber nicht zurücknehmen?

Nun denn. Es gibt ja noch mehr Tankstellenketten in Deutschland. Shell wird mich nicht mehr sehen.

PS: Und ich hoffe ja nicht, dass es die Faulheit eines einzelnen Shell-Mitarbeiters war, der keine Lust hatte, so viele Dosen zu zählen, die diese Kundenbeziehung zerstört hat?
Da sieht man es aber mal wieder: ein Unternehmen kann noch so viel Geld für Werbung ausgeben - wenn die "Marke", repräsentiert durch jeden einzelnen Mitarbeiter, am eigentlich Punkt der Interaktion nicht funktioniert, dann bringts alles nichts.