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Sonntag, Mai 08, 2005

Das Einschreiben

Das Wochenende stand unter dem Zeichen der Hochspannung. Am Samstag habe ich ein Einschreiben bekommen. Allerdings nicht wirklich, denn der Postmann hat irgendwann vor 9 Uhr geklingelt (und falls es doch später war, dann war die gefühlte Zeit definitiv vor 9!). Daher gab's nur einen blauen Zettel in meinem Briefkasten. Der zu dem erklärte, dass ich die Sendung erst am Montag abholen darf, warum auch immer.
Ein Einschreiben ist ja letztendlich eine sehr offizielle Geschichte. Irgendjemand will sicherstellen, dass ich persönlich diesen Brief bekomme. Und da ich mit nix rechne, was man mir offiziell zustellen müsste, habe ich keine Ahnung, was sich dahinter verbergen mag.
Nun kann sich jeder vorstellen, dass es einen ganz kribbelig macht, wenn man ein ganzes Wochenende rumrätseln muss, wer einem denn etwas geschickt haben könnte, was eines Einschreibens bedarf.

Ärgerlich aber das Gesamtsystem der Post, mit Paketen ist das ja ähnlich. Wenn man nicht angetroffen wird, dann muss man einen Werktag später zur Post und sich die Sendung abholen. Was für Freuden macht doch Email. Man stelle sich vor: man bekommt eine Email, in der steht, dass eine andere Email nicht zugestellt werden konnte, weil der eigene Computer ausgeschaltet war - und nun müsste man zu GMX in wer-weiss-wo fahren, um sich die ursprüngliche Email abzuholen.

Schön war übrigens der Tag, als ich einen orangenen Zettel im Postkasten vorfand. Ich lief also zur Post um ein Päckchen abzuholen. Als ich es aufgemacht hatte, stellte sich heraus, dass es (Werbe-!) Unterlagen von einer Bank waren, die ich über das Internet bestellt hatte, und die so voluminös waren, dass sie in keinen Briefkasten passten.
Das Paradoxe daran: gleich neben der Post war eine Filiale derselben Bank. Da hätte ich mir die Bestellung über das Internet auch sparen können!!